Beileid

Trauer Beileid

In der Trauer das Beileid, also das Mitgefühl der anderen Menschen zu spüren ist für alle Menschen wichtig. In den Danksagungen kann man immer wieder nachlesen, dass die Trauernden dankbar sind für eine Geste und ein Wort des Trostes. Das Wort Beileid ist so schnell dahingesagt, deshalb ist es auch besonders wichtig, denjenigen dabei anzuschauen und seine Hand zu nehmen. Ganz klar leiden wir nicht mit jedem Menschen in gleicher Weise. Es gibt nun mal Abschiede, die uns persönlich leichter oder schwerer fallen. Gerade deshalb sollten wir Worte des Beileids nicht gefühllos, sondern einfühlsam sagen.

Trauer Beileid – wie ausdrücken

Die geläufigste Form in der Trauerzeit das Beileid zu wünschen ist die Trauerkarte oder ein Trauerbrief. Diese Form wird schon deshalb gerne gewählt, weil man nicht persönlich mit dem Leid konfrontiert ist. In dieser Form ist der Pflicht Genüge getan, doch in der Regel gehen wir bei bekannten Menschen auch zur Beisetzung. Üblicherweise werden gegenüber den Angehörigen während der Trauerfeier oder danach auch die Beileidswünsche der Trauergäste ausgesprochen.
Die gängigsten und bekanntesten Worte hierbei sind: Mein Beileid.
Man muss jedoch diese üblichen Worte nicht wählen.

Ebenso gut kann man sagen:

Bei näher Bekannten:

Es gibt eine ganze Reihe von Worten, die zum Beileidsausdruck geeignet sind. „Die Zeit heilt Wunden“ gehört definitiv nicht dazu, denn diese Zeit zur Heilung der offenen Wunden in der Trauer muss man den Menschen dann schon lassen. Die erste Trauerzeit gehört dem Weinen und Wehklagen. Trauer muss nicht still sein und es ist auch ganz dem Temperament und der Größe des Schmerzes überlassen, wie lange die Trauernden brauchen um über den Verlust hinwegzukommen.

Beileid Trauer – Zuspruch schriftlich 

Schriftliche Beileidsbezeugungen sind eine besonders schwere Aufgabe. Zunächst einmal werden diese Tröstungen grundsätzlich handschriftlich verfasst. Ein gedruckter Brief wird den guten Eindruck nur stören. Es ist auch unüblich hierzu buntes Papier zu verwenden. Es sind zwar nur Äußerlichkeiten, doch genau an diesen Kleinigkeiten sieht man, ob Sie sich Gedanken gemacht haben oder eben nicht. Ebenso erhält ein solcher Brief keinen Trauerrand, denn dies ist den Hinterbliebenen vorbehalten. Auch gestelzte unnatürliche Sätze sollte man in solchen Beileidsbriefen vermeiden. Wenn man sich den Text vorher aufsetzt und noch einmal nachliest, fällt einem dann schon auf wo unschöne Formulierungen sind. Da man ohnehin jedes Wort genau abwägen muss ist dies auch eine gute Selbstkontrolle. Schreiben Sie einfach wie Sie sprechen und lesen Sie den Brief hinterher laut noch einmal nach. Die grammatikalischen Formulierungen fallen Ihnen beim lauten Lesen am Besten auf. In dieser Form wirkt ein Schreiben natürlich und sie werden beim Nachlesen sicherlich noch Korrekturen vornehmen. Es ist bei diesen Schreiben besonders wichtig, unverkrampfte Texte zu schreiben. Beileidsbriefe werden erfahrungsgemäß öfter auch später noch zur Hand genommen und gelesen. Sie erreichen durch einen stilvollen Beileids – Brief also nicht nur die Tröstung im ersten Augenblick, sondern Sie hinterlassen auch einen bleibenden Eindruck bei den Trauernden.

Trauer Beileid – Zusammengehörigkeit

Die nächsten Betroffenen sollten sich bei der Bewältigung der Trauer gegenseitig ein Gefühl der Zusammengehörigkeit geben. Hier reicht nicht nur das Beileid auszusprechen oder zu schreiben, sondern die Hilfen für die Trauernden sollten gerade in der ersten schweren Zeit nach dem Heimgang eines lieben Angehörigen vielfältiger sein. Schon beim Ausdruck des Beileids kann und sollte man diese Zusammengehörigkeit auch signalisieren.

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