Beileid

Beileid

Beileidswünsche sollten immer gefühlvoll ausgesprochen oder geschrieben sein. Auch wenn man nur einen weitläufigen Bekannten verabschiedet, sind gefühllos dahingesagte Worte nicht angebracht. Jeder Mensch kann jeden Tag in die Lage kommen, das Beileid der Mitmenschen zu brauchen. Denken wir stets daran, wenn wir Anderen unser Beileid wünschen. Die Worte „Mein Beileid,“ das sind wohl der gängigste und gebräuchlichste Ausdruck unseres Mitfühlens. Worte wie „Die Zeit heilt Wunden“ stimmen zwar, doch beim Beileidswunsch sind sie völlig unangebracht. Natürlich muss man es der Zeit überlassen, dass der Schmerz des Verlustes geringer wird und auch die Angehörigen wissen dies, doch die erste Zeit des Abschieds muss dem Wehklagen und den Tränen Raum geben. Jede Beileidsbezeugung führt uns ganz klar an die Bestimmung unseres eigenen Daseins. Das macht die Wünsche und den Ausdruck unseres Mitleidens auch so schwer. Schöpfen wir daraus neuen Mut zum Leben und geben diesen Mut weiter an die Menschen, dessen Herz jetzt schwer ist, dann können wir eine Menge aus jedem Trauerfall auch in unser eigenes Leben mitnehmen. Niemand beschäftigt sich gerne mit diesen Gedanken und wir erschrecken, wenn wir davon hören.

Beileid einfühlsam zeigen

Aufmunternde Sprüche sind zwar immer gut gemeint, doch diese sollten wir uns für die spätere Zeit aufheben, wenn der erste Schmerz abgeebbt ist. Denken wir einfach daran, dass der Heimgang eines Angehörigen einen großen Schock bei den nahe stehenden Menschen ausgelöst hat. Trotz dieses Ausnahmezustandes haben gerade diese Menschen jedoch hohe Antennen für Zwischentöne. Sie merken genau, ob Worte ehrlich gemeint sind oder oberflächlich dahingesagt wurden. Trotzdem sollte jeder Mensch bereit sein, einem bekannten Menschen in dieser Situation beizustehen und ein tröstliches Beileid auszusprechen. Es ist eine völlig natürliche Sache, dass irgendwo ein Mensch stirbt und ein neuer geboren wird. Es ist ganz einfach der Lauf der Zeit. Es ist ein ständiger Fluss von Kommen und Gehen von Nehmen und Geben. Wenn wir heute einem anderen Menschen unser Beileid geben, sind wir eventuell morgen der Empfänger dieser Beileidswünsche. Bei alten oder sehr kranken Menschen kann das Ende der Pein ja auch eine große Erlösung sein. Diese Worte sollte man gegenüber den Betroffenen jedoch auch nur sehr behutsam äußern. Dass man den Entschlafenen die Ruhe gönnt lindert schließlich nicht die eigenen Verlustängste und den Schmerz.

Beileid - Zeit geben für den Schmerz

Das Beileid kann im besten Falle begleitet sein von dem Angebot, für die Angehörigen da zu sein. Sich Zeit zu nehmen und Unterstützung zu bieten. Die Zeit reifen lassen und den Gefühlen einen Raum geben, das ist wichtig in der ersten Zeit. Dies wird man natürlich nur für Menschen tun, die einem näher stehen. Bei flüchtigen Bekannten oder selten gesehenen Nachbarn wäre es vielleicht auch zu aufdringlich. Diese Abwägung muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist auch nicht einfach zu erkennen, ob die Familie im ersten Abschiedsschmerz ihr Beileid annehmen kann geschweige denn, ob sie Hilfe annehmen möchte. Hier muss man einfach sehr feinfühlig an die Situation herangehen und sich durch Zurückweisungen nicht entmutigen lassen. Auch dies ist jedoch ein Spagat, denn man muss gleichzeitig erkennen, ob der Mensch lediglich von uns selbst oder überhaupt keine Hilfe und Zuwendung will. Seien wir trotzdem so mutig, auf Menschen, die das Liebste verloren haben zuzugehen. Eine Zurückweisung in Kauf zu nehmen ist in einem solchen Fall selbstlos und zeugt von wirklichem Beileid. Man kann sein Beileid im Falle einer Zurückweisung ja auch schriftlich ausdrücken und offen lassen, dass man bereit ist, auch weiterhin zu helfen. Bei einer Ablehnung beleidigt zu reagieren und sich daraufhin komplett zurückzuziehen wäre mit Sicherheit nicht der richtige Weg. Es zeigt den Betroffenen, dass Sie deren Reaktion verstehen und sie nicht übel nehmen, wenn Sie sich weiterhin um einen Kontakt bemühen. Wenn wir uns in diese traurige Situation hineinversetzen, wird das sicherlich auch den wenigsten Menschen noch schwer fallen. In Ausnahmesituationen mit ehrlich gemeinten Beileidsbekundungen für Jemanden da zu sein, gibt einem auch selbst sehr viel wieder zurück. Es gibt einem das gute Gefühl, z.B. ein guter Freund zu sein, der auch in schweren Stunden nicht zurückschreckt. Man erfährt, dass man nicht abgestumpft gegenüber dem Leid der Anderen ist. Empathie zu empfinden ist im zwischenmenschlichen Umgang eine wichtige Sache. Wer ständig von schlechten Nachrichten um geben ist, wie wir in der heutigen Medienzeit, läuft schnell Gefahr, sich von den Sorgen und Nöte anderer Menschen nicht mehr beeindrucken zu lassen. Die gesamte Gesellschaft sollte dieser Gefahr entgegenwirken. Beileid auszudrücken und Mitleid zu empfinden ist etwas sehr wertvolles, das es zu bewahren gilt.

Beileid Unterstützung

Meistens trifft uns das Dahinscheiden eines Verwandten, Bekannten oder Freundes plötzlich. Oft fühlen wir uns auch selbst schlecht beim Erhalt einer solchen Nachricht. Die Bestattung erfolgt zudem auch noch ziemlich zeitnah. Damit Sie in der Eile einige Anregungen und Unterstützung haben, lesen Sie unsere Rubrik zum Thema Beileid Texte.

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